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Zementnachfrage und Bauinvestitionen

 

Das konjunkturelle Umfeld der Zementindustrie wird durch die Entwicklung der Bauwirtschaft bestimmt. Nach etwa zehn Jahren Talfahrt konnte die Bauwirtschaft 2006 erstmals wieder einen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten. 2007 lagen die Bauinvestitionen bei 236 Mrd. Euro. Das Jahr 2008 brachte einen weiteren Anstieg um 6,3 Prozent auf 251,3 Mrd. Euro. Das entspricht einem Anteil von 52 Prozent an den Bruttoanlageinvestitionen und einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt von 10 Prozent.

Die Wohnungsbauinvestitionen stiegen 2008 um 3,7 Prozent auf 140,8 Mrd. Euro. Diese Zunahme ist ausschließlich auf die Entwicklung im Bestandsbau zurückzuführen, die insbesondere durch die Maßnahmen zur energetischen Sanierung der Gebäude beeinflusst wurde. Die Nachfrage nach Neubauten blieb demgegenüber weiter unter dem Vorjahreswert. 2007 lag der Anteil des Zementverbrauchs für den Wohnungsbau bei knapp 25 Prozent.

Am stärksten stiegen 2008 die Investitionen für Hochbauten im Nicht-Wohnbau, d. h. Büro- und Verwaltungsgebäude, Industriegebäude und landwirtschaftliche Bauten. Insgesamt wurden 71,4 Mrd. Euro in diesem Bereich investiert. Das sind 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch hier spielten die Baumaßnahmen zur Sanierung und Renovierung eine erhebliche Rolle. Im Gegensatz zum Wohnungsbau stieg in diesem Bereich jedoch Nachfrage nach Neubauten an. Für die Zementindustrie war der Nicht-Wohnbau 2007 mit einem Anteil von 40 Prozent am gesamten Zementverbrauch der wichtigste Absatzmarkt.

Mit einem Zuwachs von 5,7 Prozent auf 39,1 Mrd. Euro entwickelten sich die Tiefbauinvestitionen 2008 am schwächsten. Etwa zwei Drittel der Investitionen in diesem Bereich entfallen auf die Baumaßnahmen der öffentlichen Hand und sind damit abhängig vom Steueraufkommen und der Maut. Etwa 25 Prozent des Zementverbrauchs wurde 2007 im Tiefbau eingesetzt.

Nähere Angaben zur Entwicklung der Bau- und Zementmärkte finden Sie im Bereich „Statistik“
 

Fakten

Bruttoinlandsprodukt und Bauinvestitionen

Bruttoinlandsprodukt und Bauinvestitionen