
Stichwort: BetonBeton ist ein Baustoff, der aus Zement, den sog. Gesteinskörnungen (Zuschlägen) und Wasser gemischt wird und seine Eigenschaften durch die Hydratation des Zements erhält. Durch Zugabe von Zusatzstoffen und Zusatzmitteln können die Eigenschaften des Betons, wie z. B. die Verarbeitungszeit, gezielt beeinflusst werden. Beton wird deshalb auch als Fünf-Stoff-System bezeichnet. Durch geeignete Auswahl der Bestandteile lassen sich Betone mit beinahe allen gewünschten Baustoffeigenschaften herstellen. Nach dem Ort der Herstellung unterscheidet man Baustellenbeton oder Transportbeton, der in einem Transportbetonwerk gemischt und in Fahrmischern auf die Baustelle transportiert wird. Betonfertigteile sind Bauteile aus Beton, die in einem Werk hergestellt und auf der Baustelle nur noch montiert werden.
Natürliche Zuschläge sind Sand, Kies und Splitt. Zudem werden auch recyclierte Zuschläge eingesetzt. Die Abbildung zeigt links einen Schnitt durch einen Beton, der aus 35 Masseprozent Sand, 52 Masseprozent Kies und 13 Masseprozent Zement besteht. Die hydratisierten Zementbestandteile bilden einen feinen Überzug auf den Sand- und Kieskörnern und verkleben diese fest miteinander, so dass ein künstliches Gestein entsteht. Das Prinzip – die Verbindung von grobkörnigem Zuschlag durch feinkörnigen Mörtel – kennt bereits die Natur. Entsprechende Gesteine werden Konglomerate oder Brekzien genannt. Aus geologischer Sicht handelt es sich hierbei meist um fossile Schotterbetten, die durch spätere natürliche Prozesse (Diagenese) verfestigt wurden. Aus dem Voralpenraum ist vor allem die „Nagelfluh“ bekannt, die heute noch als Naturwerkstein Verwendung findet (rechter Teil der Abbildung). |
Stand: 30.07.2010
