Beton in der Architektur
„Die konstruktiven und gestalterischen Möglichkeiten sind bei keinem Baustoff größer.“ Schon vor 30 Jahren fasste der Architekt Fritz Wilhelm sein Urteil zum Baustoff Beton in diesem Satz zusammen. Theodor Heuss, Sekretär des Deutschen Werkbundes und späterer Bundespräsident, sprach vom „Baustoff des Jahrhunderts“. Pier Luigi Nervi, Architekt und Ingenieur, ein Meister des Umgangs mit Beton, nannte ihn „König am Bau“ - aber auch "Diener". Der Baustoff hat nichts von seiner Faszination verloren. Im Gegenteil: Neuere Entwicklungen inspirieren Architekten und Designer zu innovativen und spannenden Lösungen in Beton. „Es kommt drauf an, was man draus macht“ – weltweit wird gezeigt, dass der Umgang mit Beton die Avantgarde prägt. Hochleistungsbeton für die Petronas Towers in Singapur, Selbstverdichtender Beton für das Phaeno-Wissenschaftsmuseum in Wolfsburg, Licht transmittierender Beton für ein Wohnhaus in Norddeutschland: die Anwendungsgebiete über und unter der Erde, innen und außen haben mehr und mehr zugenommen. Architekten nutzen sichtbar und unsichtbar das Leistungsspektrum des Baustoffs. Bereits früh setzten auch die deutschen Zementhersteller bei der Förderung der Qualität in der Architektur Akzente. Mit der Vergabe des Architekturpreises Beton und des Architekturpreises Zukunft Wohnen werden herausragende architektonische Leistungen gewürdigt. Mit der Zeitschrift BETON PRISMA wird bereits seit 1965 die breite Öffentlichkeit für die Vielfalt der Möglichkeiten, die der Baustoff in künstlerischer, wirtschaftlicher und technischer Hinsicht bietet, sensibilisiert.
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Förderung der Baukultur
Eine hohe Baukultur stärkt das Bewusstsein für Qualität. Daher ist der BDZ 2006 dem Förderverein der Bundesstiftung Baukultur beigetreten. Nach breiter Zustimmung im Bundestag und im Bundesrat ist das Gesetz zur Errichtung der Stiftung zum Jahresbeginn 2007 in Kraft getreten. Im September 2007 fand der Gründungskonvent in Potsdam statt. Die Idee zur Bundesstiftung Baukultur wurde im Rahmen der Initiative Architektur und Baukultur des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) entwickelt.
Weiterführende Informationen:
www.bundesstiftung-baukultur.de
Architekturpreise
Durch die deutsche Zementindustrie wird seit 1974 alle zwei Jahre der Architekturpreis Beton ausgelobt, der heute zu den angesehensten Auszeichnungen in Deutschland gehört. Der Preis wird für realisierte Projekte vergeben, bei denen dem Baustoff Beton eine besondere architektonische Bedeutung zukommt. 1994 kam der Architekturpreis Zukunft Wohnen hinzu, der sich verstärkt aktuellen Fragen des Wohnungsbaus widmet. Anhand konkreter Beispiele wird gezeigt, wie auch über kostengünstige Lösungsansätze in Planung und Bauausführung eine hohe ästhetische Qualität erreicht werden kann. Außerdem werden zukunftsweisende Beiträge für das nachhaltige und vor allem energieeffiziente Bauen erwartet.
Internationaler Studentenwettbewerb
Über den Architekturpreis Beton und den Architekturpreis Zukunft Wohnen hinaus haben mehrere europäische Zement- und Betonverbände, darunter der BDZ, den Concrete Design Competition ins Leben gerufen, einen internationalen Wettbewerb für Studenten der Architektur, des Bauingenieurwesens und des Designs. Jeder Zyklus dieses zweijährig stattfindenden Wettbewerbs steht unter einem übergeordneten, auf die spezifischen Fähigkeiten des Materials Beton Bezug nehmenden Thema.



