Mahlen des Rohmaterials In Rohmühlen werden der Schotter und die Korrekturstoffe zu Rohmehl weiterverarbeitet. Das Gestein wird je nach Verfahren mit Stahlkugeln oder Stahlwalzen zu feinem Mehl gemahlen und gleichzeitig von heißen Ofenabgasen getrocknet. Anschließend wird das Rohmehl zur Homogenisierung in hintereinandergeschaltete Silos befördert und durch systematisches Abziehen und Befüllen weiter vergleichmäßigt. |
Brennen Noch vor dem eigentlichen Brennprozess durchläuft das Rohmehl einen Wärmetauscher, in dem es durch die heißen Ofenabgase vorgewärmt wird. In der deutschen Zementindustrie werden fast ausschließlich Zyklonvorwärmer eingesetzt. Diese bestehen aus mehreren Zyklonen - das sind Vorrichtungen zur Entstaubung von Gasen mit Hilfe der Fliehkraft. Vom Vorwärmer fällt das Heißmehl in den Drehofen, der aus einem geneigten, langsam um seine Längsachse rotierenden und im Inneren mit feuerfesten Werkstoffen ausgekleideten Rohr besteht. Moderne Drehöfen haben mehrere Meter Durchmesser und sind bis zu 100 Meter lang. Durch die Drehbewegung wälzt sich das Rohmaterial dem Brenner entgegen, bis es in der sog. Sinterzone bei ca. 1450 °C zu schmelzen beginnt. Das Ergebnis ist ein chemisch umgewandeltes Brennprodukt - der Zementklinker. Dieser fällt aus dem Drehofen auf den sogenannten Klinkerkühler und wird mit Hilfe von Frischluft zügig auf eine Temperatur von unter 200 °C abgekühlt. Die dabei entstehende bis zu 1100 °C heiße Abluft wird zur Steigerung der Energieeffizienz in den Prozess zurückgeführt. Überschüssige Kühlerabluft kann für Trocknungsprozesse genutzt werden. [weiter] |


