Nachhaltige Bauteile und Bauwerke aus BetonMit der Herstellung von Betonbauteilen und Bauwerken werden nicht zuletzt soziale Nachhaltigkeitsziele erreicht. Dazu zählen die Erhöhung der Wohneigentumsquote und die Schaffung von bedarfsgerechtem Wohnraum für verschiedene Altersgruppen, Haushaltsgrößen und Einkommensschichten. Durch die Bereitstellung zeitgemäßer Büro- und Produktionsflächen wird den sich wandelnden Anforderungen an die Arbeitsprozesse Rechnung getragen. Systembauweisen und der Einsatz von vorgefertigten Betonbauteilen rationalisieren der Bauabläufe und erhöhen die Qualität der Bauwerke. Beispielhafte Projekte werden in der Systembaustudie des BDZ dokumentiert. Dabei zeigt sich, dass zwischen Vorfertigung und Individualität der gebauten Umwelt kein Widerspruch besteht. Das wachsende Bedürfnis nach Mobilität erfordert weitere Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. Neben Anforderungen an Leistungsfähigkeit und Dauerhaftigkeit beim Neu- und Ausbau von Verkehrswegen gewinnen Sicherheit und Umweltverträglichkeit als Kriterien für nachhaltige Mobilität an Bedeutung. Hochabsorbierende Lärmschutzwände, passive Sicherheitseinrichtungen und Fahrbahndecken aus Beton leisten hierzu wichtige Beiträge.
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Recycling von Beton
Beton lässt sich - sortenreine Fraktionierung vorausgesetzt - vollständig rezyklieren. Beim Recycling von Beton ist zwischen Frischbeton- und Festbetonrecycling zu unterscheiden. Unter Frischbetonrecycling versteht man die interne Kreislaufführung im Betonwerk. Hierbei werden Rückmengen - also Beton, der beim Reinigen von Mischern und Pumpen im Werk anfällt - sowie nicht eingebauter Beton, der von den Fahrmischern zurück ins Werk gebracht wird, separiert und erneut der Produktion zugeführt. Diese Rückmengen machen ca. 2,5 Prozent der Produktion eines Betonwerks aus. Das Restwasser und die im Restbeton enthaltenen Korngruppen ersetzen Frischwasser und primäre Gesteinskörnungen. Die Verwendung von Restwasser, Restbeton und Restmörtel zur Herstellung von Beton ist in einer DAfStb-Richtlinie geregelt.
Beim Festbetonrecycling wird der Betonabbruch aufbereitet, d. h. er wird gebrochen und gesiebt, so dass Betonsplitt und Betonbrechsand erzeugt werden. Die sortenreine Verwendung von hochwertigen rezyklierten Gesteinskörnungen als Zuschlag für Beton bis zur Festigkeitsklasse C 30/37 wird durch eine weitere DAfStb-Richtlinie geregelt. Für das Festbetonrecycling ist die Verwendung des Bindemittels Zement unverzichtbar. Zement ermöglicht zudem die Verwertung anderer mineralischer Baureststoffe, wie z. B. Ziegelsplitt, die u. a. zu Mauersteinen verarbeitet werden. Aufgrund konsequenter Anstrengungen beim Baustoff-Recycling wurden im Jahr 2004 61,6 Prozent des anfallenden Bauschutts und mehr als 93 Prozent des Straßenaufbruchs verwertet. Die europäischen Zielvorgaben an die Recycling-Quote werden damit in Deutschland bereits heute erfüllt. Zur Förderung des Baustoffrecyclings wurde 1996 die Arbeitsgemeinschaft Kreislaufwirtschaftsträger Bau gegründet, in der die Zementindustrie über den Bundesverband Baustoffe, Steine und Erden mitwirkt.
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