Nachhaltigkeit und ZementindustrieDie deutsche Zementindustrie bekennt sich zum Leitbild der nachhaltigen Entwicklung. Im Sinne der Agenda 21 ist damit ein generationsübergreifender Ausgleich ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Bedürfnisse zu verstehen. Die Investitions- und Innovationskraft der Wirtschaft ist dabei ein zentraler Erfolgsfaktor. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette zementgebundener Baustoffe sind bereits erhebliche Fortschritte erzielt worden. Daraus folgt auch, dass die Entwicklungspotenziale bestimmter industrieller Produkte und Prozesse nicht vorschnell verschüttet werden dürfen.
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Initiative für Nachhaltigkeit
Im Jahr 2002 haben die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie und die deutsche Zementindustrie eine Brancheninitiative für nachhaltige Entwicklung ins Leben gerufen. Die sozialpartnerschaftliche Ausrichtung der Initiative ist keine Selbstverständlichkeit – Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben in Form und Inhalt neue Wege zur Konkretisierung des Leitbildes der nachhaltigen Entwicklung beschritten. Nach Auffassung der Sozialpartner kommt es darauf an, ökologische, ökonomische und soziale Anforderungen besser als bisher miteinander abzustimmen. Sie setzen dabei auf einen Lernprozess, der von den Handlungsmöglichkeiten der Unternehmen und ihrer Mitarbeiter ausgeht. Nur so lassen sich praktische Handlungsoptionen identifizieren, ohne die eine wirklich nachhaltige Entwicklung nicht mit Leben gefüllt werden kann.
Daher werden - neben der offenen Kommunikation mit Stakeholdern aus Politik, Umweltschutz und Wissenschaft - konkrete Projekte durchgeführt. Diese Projekte konzentrieren sich auf den Ausgleich von Rohstoffgewinnung und Naturschutz, die Verwendung von sekundären oder nachwachsenden Einsatzstoffen, die Optimierung von Transport- und Logistikketten sowie die Schaffung von Informations- und Ausbildungstools für die Mitarbeiter der Branche. Die Projektthemen liegen damit einerseits im Verantwortungsbereich der Sozialpartner in der Zementindustrie, andererseits betreffen sie solche Handlungsfelder, die auch für andere Akteure von großer Bedeutung sind.


