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Rohstoffbedarf und Versorgungssicherheit

 

Für modernes, nachhaltiges Bauen sind zementgebundene Baustoffe unverzichtbar. Die Herstellung des Bindemittels Zement setzt ihrerseits die Gewinnung von Rohstoffen voraus. Für die Produktion einer Tonne Zementklinker, des gebrannten Zwischenprodukts, werden etwa 1,6 Tonnen Kalkstein und Ton oder deren natürlich vorkommendes Gemisch "Kalkmergel" benötigt. Geologisch gesehen stammen rund 90 Prozent der geförderten Kalksteine aus dem Mesozoikum (Kreide, Jura, Trias) und sind damit 65 bis 250 Millionen Jahre alt. Im Jahr 2009 lag der Rohstoffinput für die Klinkerproduktion bei rund 37 Mio. Tonnen. Die kapitalintensive Zementindustrie ist auf die langfristige Sicherung wertvoller Lagerstätten angewiesen. Durch werksnahe Abbaustätten werden nicht nur Transportkosten, sondern auch Verkehrsaufkommen und Emissionen vermieden. 


Nachhaltige Gewinnung von Zementrohstoffen

Obwohl die Gewinnung von Zementrohstoffen jährlich weniger als 0,0002 Prozent der Landesfläche in Anspruch nimmt, stellt sie vor Ort einen erheblichen Eingriff dar und ist deshalb an strenge Auflagen und Ausgleichspflichten gebunden. Durch eine umweltschonende Abbauführung und Gewinnungstechnik, die Verwertung von Sekundärstoffen sowie eine zeitnahe Renaturierung und Rekultivierung tragen die Zementhersteller aktiv zum Ressourcenschutz bei. Die benötigten Abbauflächen werden in jedem Fall nur temporär in Anspruch genommen und lassen sich in verschiedene räumliche Entwicklungskonzepte einpassen. Die Zementindustrie hält daher eine Überarbeitung des komplexen, zersplitterten und teilweise veralteten Planungs- und Genehmigungsrechts für erforderlich. So könnte der Ausgleich von Rohstoffgewinnung und Naturschutz durch einen konsequenten Ausbau flexibler Instrumente (Vertragsnaturschutz, Ökokonto) nachhaltig befördert werden. Heute ist fachlich nachgewiesen, dass stillgelegte und sogar betriebene Abbaustätten als Sekundärbiotope eine positive Rolle für den Natur- und Artenschutz spielen. Die Zementindustrie arbeitet hierbei vielfach mit amtlichen und ehrenamtlichen Naturschützern zusammen.