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Prozeß- und Produktinnovationen

 

Die Zementindustrie hat sich in den letzten Jahrzehnten entgegen des überkommenen Images zu einer High-Tech-Branche entwickelt: Der Stofftransport ist heute hochgradig automatisiert, die Produktion wird über computergestützte Prozessleitsysteme gesteuert und die Produktqualität mit aufwändigen Laborverfahren gesichert. 

Produktinnovation: Neben den bekannten Normzementen gewinnt die Entwicklung von genormten und nicht genormten Spezialzementen mit kundenspezifischen Anwendungseigenschaften an Bedeutung. Hierzu gehören hochleistungsfähige Schnellzemente, umweltfreundliche Spritzzemente und mikrofeine Injektionszemente. Im Rahmen der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden die Eigenschaften von Zementen mit Hilfe computergestützter Modelle simuliert.

Prozessinnovation: Die kapitalintensive Zementherstellung war und ist durch verfahrenstechnische Innovationen geprägt. Hauptfaktoren des Innovationsgeschehens sind die Senkung der fixen und variablen Kosten sowie die Anforderungen des Umweltschutzes. Dies gilt insbesondere für die Verminderung des spezifischen Brennstoffbedarfs. Hier hat die Umstellung vom Nass- auf das Trockenverfahren und die Optimierung der Abwärmenutzung zu einer erheblichen Verbesserung der Energieeffizienz geführt.