Volkswirtschaftlicher Nutzen von InfrastrukturinvestitionenInvestitionen in die Verkehrswege bringen der Volkswirtschaft messbaren Nutzen, sie sichern und schaffen Arbeitsplätze. Dies ist grundsätzlich ebenso weng bestritten wie die volkswirtschaftlichen Schäden durch unterbliebene Infrastrukturinvestitionen. Um welche Größenordnung es hierbei konkret geht, konnte bislang lediglich vermutet werden. Die Studie "Volkswirtschaftliche Effekte unterlassener Infrastrukturinvestitionen" des Instituts für Verkehrswissenschaft der Universität Münster, die gemeinsam vom Bundesverband der Deutschen Zementindustrie (BDZ), dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und dem Verband der Automobilindustrie (VDA) veröffentlicht wurde, liefert hierzu wissenschaftlich fundierte Daten, die die Dimensionen des Problems auch quantitativ deutlich machen. Die Ergebnisse der von Prof. Karl-Hans Hartwig betreuten Untersuchung bieten wichtige Argumente für die grundsätzliche Ausrichtung einer zukunftsorientierten Investitionspolitik für den Standort Deutschland. Bei den Schienenwegen generiert eine Investition in Höhe von einer Mrd. Euro einen volkswirtschaftlichen Bruttonutzen von 3,1 Mrd. Euro, bei den Bundesfernstraßen sind es sogar 5,2 Mrd. Euro. Das geht aus einer Studie der Universität Münster hervor, die der BDZ gemeinsam mit dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und dem Verband der Automobilindustrie (VDA) veröffentlicht hat. Die Experten errechnen zudem, dass sich Investitionen in den Neu- und Ausbau der Straßeninfrastruktur bereits nach knapp sechs Jahren amortisiert haben. Außerdem werden durch Infrastrukturinvestitionen von einer Mrd. Euro über 18.000 Arbeitsplätze gesichert, davon fast 12.000 direkt beim Bau der Verkehrswege und etwa 6.500 indirekt bei der Produktion der dafür erforderlichen Vorleistungen und Investitionsgüter. |

